Kroatische Gesundheitsschüler sammeln Berufserfahrung in Frankfurt
Im Zeitraum vom 30. November bis zum 13. Dezember 2025 absolvierte eine Gruppe von 17 Schülerinnen und Schülern des kroatischen Gesundheitskollegs aus Zagreb eine zweiwöchige Coaching in Frankfurt am Main. Der Aufenthalt fand im Rahmen des Erasmus+ Programms statt und ist Teil einer langfristig angelegten internationalen Ausbildungsstrategie der Schule.
Das Gesundheitskolleg zählt mit rund 750 Schülerinnen und Schülern zu den größten berufsbildenden Schulen Kroatiens und bietet insgesamt sieben Fachrichtungen an, darunter pharmazeutische, labor- und physiotherapeutische Berufe sowie Spezialisierungen im dentalen und kosmetischen Bereich. Ziel des Programms ist es, den angehenden Fachkräften internationale Praxiserfahrung zu ermöglichen und ihre beruflichen Kompetenzen nachhaltig zu stärken.
Praxis auf höchstem Niveau
Die Fachpraktika fanden in einer Vielzahl von Einrichtungen in Frankfurt und Umgebung statt und deckten ein breites Spektrum an Tätigkeiten ab:
- Sanitätstechniker arbeiteten im Bereich Schädlingsbekämpfung und Hygieneüberwachung in Hotels, Restaurants und Wohnanlagen.
- Labortechnikerinnen sammelten Erfahrungen in renommierten Einrichtungen wie den Kliniken Bethanien und Bad Soden sowie im Diagnostikzentrum Radiomedicum. Besonders eindrucksvoll war der Einsatz im Labor Bioscientia in Ingelheim, einem der größten Labore Europas, wo sie modernste Automatisierungsprozesse kennenlernen konnten.
- Pharmazeutische Fachkräfte waren in Apotheken tätig und arbeiteten unter anderem mit innovativen Systemen wie dem Topitec-Mischgerät sowie automatisierten Lagersystemen.
- Physiotherapieschüler erhielten Einblicke in moderne Behandlungsmethoden, darunter Osteopathie, Lymphdrainage und verschiedene elektrotherapeutische Verfahren.
- Eine angehende Kosmetikerin konnte ihr Fachwissen in einem Kosmetikstudio vertiefen und lernte moderne Behandlungstechniken wie Microneedling oder Hydrafacial kennen.
- Eine Dentaltechnikerin arbeitete mit digitaler Zahntechnik und lernte computergestützte Verfahren wie 3D-Scanning kennen.
Mehr als nur Fachwissen
Neben den fachlichen Kompetenzen profitierten die Teilnehmenden insbesondere von der internationalen Arbeitsumgebung. Sie konnten ihre Deutschkenntnisse im beruflichen Alltag anwenden und ausbauen sowie wertvolle interkulturelle Erfahrungen sammeln.
Auch außerhalb der Arbeitszeiten erkundeten die Schülerinnen und Schüler die Mainmetropole – von der Frankfurter Skyline über den Maintower bis hin zu den traditionellen Weihnachtsmärkten.
Nachhaltiger Mehrwert für die Zukunft
Nach Abschluss der Praxis erhielten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer offizielle Zertifikate sowie Bewertungen ihrer deutschen Mentorinnen und Mentoren. Die Leistungen wurden in das kroatische Schulsystem übernommen und die gewonnenen Erfahrungen innerhalb der Schule weitergegeben.
Die erfolgreiche Durchführung dieses Projekts unterstreicht einmal mehr die Bedeutung europäischer Bildungskooperationen für die Fachkräfteentwicklung und die Stärkung grenzüberschreitender Wirtschaftsbeziehungen.







