Frankfurt am Main. Zur Entschuldigung der Bundeskanzlerin zu „Ruhetagen“ an Ostern erklĂ€rte der PrĂ€sident der Vereinigung der hessischen UnternehmerverbĂ€nde, Wolf Matthias Mang:

„Einen Fehler einzugestehen und zu korrigieren ist professionell, aber das reicht nicht aus. Weitere Teile der Corona-Politik bedĂŒrfen einer Kurskorrektur. Bund und LĂ€nder mĂŒssen GeschĂ€fte, Restaurants und Hotels wieder öffnen lassen! Sie mĂŒssen aufhören, den Tourismus und den Luftverkehr schlecht zu reden. Fliegen und Eisenbahnfahren ist sicher. In der politischen AbwĂ€gung muss den Belangen des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens ein viel grĂ¶ĂŸeres Gewicht gegeben werden. Öffnungen und Lockerungen sind verantwortbar und damit rechtlich und wirtschaftlich geboten. Eine Kombination aus beschleunigt Impfen, Testen, abgesichert Öffnen und digitalem Impfnachweis ist jetzt der richtige Weg.“

Mang zeigte sich erleichtert, dass es kein „rechtliches, wirtschaftliches und organisatorisches Chaos“ an GrĂŒndonnerstag und Karsamstag geben werde: „Ruhetage fĂŒr alle Fabriken, BĂŒros und Baustellen binnen 9 Tagen anzuordnen, wĂ€re ein glatter Rechtsbruch gewesen und hĂ€tte die KomplexitĂ€t unseres wirtschaftlichen und sozialen Lebens völlig verkannt.“

Der Beschluss der Kanzlerin und der Regierungschefs der LĂ€nder hatte heftige Unruhe in den hessischen Unternehmen ausgelöst. „Wir haben in Schreiben an hessische Politiker eindringlich auf die sich aufdrĂ€ngenden rechtlichen Fragen und die tatsĂ€chlich entstehenden Probleme in den Unternehmen hingewiesen“, erklĂ€rte Mang und sagte: „Die hessische Wirtschaft ist letztlich froh, dass die Vernunft gesiegt hat und die Bundeskanzlerin in ihrer PresseerklĂ€rung heute mitgeteilt hat, dass GrĂŒndonnerstag und Karsamstag regulĂ€re Werktage bleiben.“

Quelle: Vereinigung der hessischen UnternehmerverbÀnde e. V. (VhU), PRESSEMITTEILUNG vom 23. MÀrz 2021