Maler und Lackierer erhalten ab Mai mehr Geld, der Jugendschutz im Internet wird erh√∂ht: Das sind nur einige der neuen Gesetze und Regelungen, die zum Monatswechsel in Kraft treten. Ein √úberblick √ľber die wichtigsten √Ąnderungen im Mai 2021.

„Alles neu macht der Mai“ lautet ein bekanntes Sprichwort. Zugegeben √§ndert sich zum Monatswechsel nicht alles, doch einige Neuerungen in Deutschland gibt es. So d√ľrfen sich etwa Maler und Lackierer √ľber mehr Geld freuen. Ein √úberblick der sonstigen √Ąnderungen, neuen Gesetze und Regelungen im Mai 2021:

Diese √Ąnderungen gibt es im Mai 2021

Mehr Geld f√ľr Maler und Lackierer

Der Mindestlohn f√ľr Maler- und Lackierer steigt bundeseinheitlich ab Mai 2021:

  • Mindestlohn II:¬†Gelernte Arbeitnehmer erhalten in Zukunft 13,80 Euro. Das entspricht einem Anstieg von 2,2 Prozent.
  • Mindestlohn I:¬†Ungelernte Arbeitnehmer erhalten zuk√ľnftig 11,40 Euro, was einer Steigung von 2,7 Prozent entspricht.

Darauf geeinigt hatten sich die Tarifpartner Mitte Januar beim Tarifabschluss 2021. Die Mindestl√∂hne sind allgemein rechtsverbindlich nach dem Arbeitnehmerentsendegesetz. Damit gelten sie auch f√ľr nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Verbesserter Jugendschutz im Netz

Jugendliche und Kinder sollen im Netz besser vor Mobbing, sexueller Anmache oder Kostenfallen gesch√ľtzt werden. Deshalb gilt ab Mai 2021 ein¬†reformiertes Jugendschutzgesetz.¬†Filme oder Spiele m√ľssen verbindlich und einheitlich Alterseinstufungen erhalten. Auch Kostenfallen, unbeschr√§nkte Kontaktfunktionen oder gl√ľcksspiel√§hnliche Elemente m√ľssen durch Kennzeichnungen transparent gemacht werden. Anbieter m√ľssen zudem Hilfs- und Beschwerdesysteme f√ľr junge Nutzer anbieten, die sich im Netz bedr√§ngt oder bedroht f√ľhlen. Das Gesetz verpflichtet auch ausl√§ndische Anbieter.

Die¬†bisherige Bundespr√ľfstelle f√ľr jugendgef√§hrdende Medien wird zur¬†Bundeszentrale f√ľr Kinder- und Jugendmedienschutz. Sie wird k√ľnftig die Vorsorgema√ünahmen bei den Anbietern in den Blick nehmen und Verst√∂√üe ahnden. Dabei k√∂nnen laut Bundesfamilienministerium in „letzter Konsequenz“ Bu√ügelder in H√∂he von bis zu 50 Millionen Euro drohen.

Kinderbonus

Den¬†einmaligen Kinderbonus von 150 Euro pro Kind¬†bekommen Eltern, ohne daf√ľr einen Antrag stellen zu m√ľssen. Der Anspruch wird geregelt wie beim¬†Kindergeld und ist als Unterst√ľtzung in Zeiten der Corona-Pandemie gedacht. Mehr als zehn Millionen Familien erhalten nach Angaben des Familienministeriums den Bonus. Das kostet den Bund rund 2,1 Milliarden Euro. Letztlich k√∂nnen aber nicht alle Eltern den Bonus komplett behalten. Bei der Steuer wird er, wie auch das Kindergeld, mit dem Kinderfreibetrag verrechnet: Je h√∂her etwa das Einkommen, desto weniger bleibt davon √ľbrig. Auf Hartz IV und den Unterhaltsvorschuss wird der Bonus dagegen nicht angerechnet, Geringverdiener profitieren also am meisten davon. Im vergangenen Jahr betrug der Kinderbonus 300 Euro.

Corona-Zuschlag F√ľr Empf√§nger von Grundsicherung

Um Herausforderungen in¬†Zeiten der Pandemie besser meistern zu k√∂nnen, bekommen Menschen mit Anspruch auf Sozialgeld oder Grundsicherung¬†im Mai einmalig 150¬†Euro.¬†Ein Antrag muss f√ľr den Corona-Zuschlag nicht gestellt werden.

Veränderungen bei Whatsapp und Microsoft Betriebssystem Windows 10

Anfang des Jahres forderte WhatsApp seine Nutzer per Pop-Up im Messenger auf, neuen Datenschutzregeln zuzustimmen. Zahlreiche Nutzer reagierten verärgert, alternative Anbieter verzeichneten Zuwächse in Millionenhöhe. Daraufhin verschob Whatsapp die Frist auf den 15. Mai.

Wie der Softwareentwickler Microsoft auf seiner Website mitteilt, wird die Version 1909 des Betriebssystems Windows 10 nach dem 11. Mai 2021 das Serviceende erreichen. Danach werde es keine Sicherheitsupdates mehr geben. Kunden sollten vor diesem Datum ihr Gerät auf die neueste Version von Windows 10 aktualisieren.

Comdirect schafft kostenloses Konto ab

Die Comdirect, Tochter der Commerzbank, schafft das kostenlose Girokonto ohne Bedingungen ab. Demnach ist ein Girokonto bei der Comdirect sechs Monate nach Er√∂ffnung nur noch dann kostenlos, wenn eine der drei folgenden Bedingungen erf√ľllt ist: Monatlicher Geldeingang von 700 Euro, drei Zahlungen via Apple Pay beziehungsweise Google Pay oder mindestens eine Wertpapiertransaktion. Ansonsten verlangt die Bank pro Monat¬†4,90 Euro Kontof√ľhrungsgeb√ľhr.¬†F√ľr Studenten, Praktikanten und Azubis unter 28 Jahren ist das Konto kostenlos. F√ľr Bestandskunden der Comdirect gelten die neuen Bedingungen vom 1. Mai 2021 an.

 

 

Quelle: Deutsche Handwerkszeitung, Eileen Wesolowski, 29.04.2021
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