Nach meinem beruflichen Aufenthalt in den USA war ich im Wirtschaftsministerium in Wiesbaden tätig und kam dort mit den Themen Wirtschaftsförderung und Standortentwicklung in Berührung. Das war zwar ungeplant, aber rückblickend passte das alles und war in sich konsequent.
In dieser Position bin ich in erster Linie exekutiv für die Landesregierung tätig. Da wir mit Steuergeldern arbeiten, tragen wir eine große Verantwortung. Der Fokus unserer Arbeit als Wirtschaftsförderer liegt vor allem auf KMU. Wenn Marktversagen herrscht, dann sind einige der Unternehmen zu klein. Das trifft dann oft auch junge Unternehmen, also Start-ups. Unsere Aufgabe ist es, Kontinuität und Stärke aufzubauen.
Meine technische Ausbildung und meine Arbeit in der freien Wirtschaft haben mein Grundverständnis für Innovation geprägt. Acht Jahre im Wirtschaftsministerium mit den Schwerpunkten Technologie, Innovation und Wirtschaftsförderung haben mich schließlich in meine jetzige Rolle hineinwachsen lassen. Die wichtigste Erkenntnis aus all diesen Stationen ist jedoch: Alles ist Teamarbeit.
Die Entwicklung von Sanofi ist besonders spannend und erfreulich. Der Standort Frankfurt-Höchst ist der größte integrierte Einzelstandort für Forschung und Entwicklung sowie Produktion innerhalb der Sanofi-Gruppe. Darüber hinaus plant das Unternehmen, bis 2029 rund 1,3 Milliarden Euro in den Bau einer modernen Insulin-Produktionsanlage am Standort zu investieren. Auch die Region Fulda mit ihren vielen Standortvorteilen zählt zu den gelungenen Projekten. Die enge Zusammenarbeit von lokaler Wirtschaftsförderung, dem Kreis, den regionalen Unternehmen und vielen weiteren Akteuren ist absolut vorbildlich.
Für mich sind der interne Teamcharakter, die Expertise und der Zusammenhalt am wichtigsten. Als Dienstleister und Wirtschaftsförderer des Landes sind wir die Schnittstelle zu den Unternehmen. Dabei geht es nicht um Einzelakteure oder Einzelerfolge – letztere stehen den Unternehmen zu. Was zählt, sind die gemeinsamen Erfolge, die dann auch gefeiert werden dürfen.
Netzwerke und Partnerschaften bilden die Grundlage für ein vertrauensvolles Miteinander. Enge, vertrauensvolle Partnerschaften – wie die langjährige mit Kroatien – ermöglichen Scouting, Strategieentwicklung und Steuerung. Netzwerke wiederum fördern den unabhängigen Austausch zwischen den einzelnen Akteuren. So entstehen wichtige Impulse.