Cronnect 03/2025

CRONNECT MAGAZ IN · 3/2025 7 o KLARE REGELN UND SCHNELLERE VERFAHREN sind entscheidend, damit Kroatien seine ErneuerbarenZiele bis 2030 erreicht M.F. Certus d.o.o. Brace Domany 4, 10000 Zagreb, Kroatien E-Mail: certus@certus.hr Tel.: +385 (1) 3032 100 schen Potenziale (Quelle: HGK, Position Paper 2024). HGK bietet sich dabei als Scharnier zwischen Markt und Regulatorik: Sie vermittelt zw. Investoren, Fachwelt und Verwaltung und verweist auf die Dringlichkeit klarer Rahmenbedingungen. Besonders im Hinblick auf den revidierten Nationalen Energie- und Klimaplan (NECP), der einen Anteil erneuerbarer Energien von 42,5 Prozent bis 2030 vorsieht, unterstreicht die HGK, dass dieses Ziel nur durch konsequente regulatorische Entschlackung erreichbar ist. Schlussfolgerung: Regulatoren müssen aufwachen Kroatien steht heute an einem Scheideweg: Das Land verfügt über ausreichend erneuerbare Potenziale, um seine Energieunabhängigkeit zu sichern, vergleichsweise niedrige Energiekosten zu realisieren und den Staatshaushalt durch den Abbau von Energiesubventionen zu entlasten. Doch solange die Kroatische Energie-Regulierungsagentur (HERA), der Kroatische Übertragungsnetzbetreiber (HOPS) und das Wirtschaftsministerium zentrale Entscheidungen verschleppen und das Energierecht ständig neu aufgerollt wird, bleiben diese Chancen ungenutzt. Die Forderung ist klar: HERA, HOPS und das Wirtschaftsministerium müssen handeln, die rechtlichen Blockaden auflösen und stabile Rahmenbedingungen schaffen. Nur dann kann Kroatien seine komparativen Vorteile nutzen, ein wettbewerbsfähiger Energieproduzent werden und gleichzeitig die Abhängigkeit von teuren Importen und überholten Konzepten wie der Atomkraft hinter sich lassen. Ein Forum für diese dringend notwendige Diskussion bietet das Green Energy Opportunities Forum 2025, das am 28. Oktober 2025 im Haus der Wirtschaft in Frankfurt am Main stattfindet. Unter der Leitung des Kroatischen Wirtschaftsvereinigung in Deutschland (KWVD) wird dort über Projekte wie den Zero Emission Corridor diskutiert. Unternehmen, Investoren und Politik haben hier die Gelegenheit, konkrete Strategien für die grüne Transformation zu entwickeln und die Weichen für eine nachhaltige und unabhängige Energiezukunft Kroatiens zu stellen. o

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