6 CRONNECT MAGAZ IN 3/2025 Meet in Croatia d.o.o. Rijeznica 88, 10040 Zagreb, Kroatien www.meetincroatia.eu E-Mail: info@meetincroatia.eu HR tel.: +385 (0)99 3534 888 DE tel.: +49 (0)172 8368 777 0 5 25 75 95 100 ins Spiel gebracht. Experten wie Prof. Goran Krajačić von der Universität Zagreb warnen jedoch vor diesem Rückschritt. Kroatien könne schon bald seinen gesamten Strombedarf aus erneuerbaren Energien decken – und sogar Überschüsse exportieren. Mit 5 GW Solar, 4 GW Windkraft sowie zusätzlichen Kapazitäten aus Geothermie und Biomasse wären jährlich bis zu 23 TWh erneuerbarer Strom möglich (Quelle: Krajačić, Fakultät für Maschinenbau und Schiffbau Zagreb; Lider Konferenz „Energetska budućnost Hrvatske“). Atomkraftwerke seien in diesem Szenario nicht nur unnötig, sondern auch ein kostspieliger Irrweg, der wertvolle Ressourcen binden würde. Blockierte Projekte und neue Unsicherheit Die Probleme sind jedoch nicht allein in der Anschlussgebühr begründet. Seit Jahren verzögern sich auch Ausschreibungen für Energetische Genehmigungen auf staatlichem Land. Zahlreiche Genehmigungen laufen aus, bevor Projekte umgesetzt werden können. Hinzu kommt, dass sich mit jedem neuen Wirtschaftsminister die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern. Eine weitere Reform des Energierechts steht bevor – angeblich, um „Ordnung“ zu schaffen, tatsächlich aber mit dem Risiko, die Entwicklung erneut zu bremsen (Quelle: Lider Media, „Opet sve ispočetka – nova pravila za obnovljive izvore“). Die Folge: Investoren sind mit einem Flickenteppich aus Verzögerungen, widersprüchlichen Vorgaben und ablaufenden Fristen konfrontiert. Manche Projekte drohen ihre Rechtsgrundlage zu verlieren, bevor sie überhaupt in die Bauphase kommen. Die Kroatische Wirtschaftskammer (HGK) macht zunehmend Druck auf Politik und Verwaltung und spiegelt damit unmittelbar die Probleme und das Leid der Unternehmer wider, deren Projekte in der Bürokratie steckenbleiben. In ihren regelmäßigen Positionspapieren fordert sie eine Digitalisierung der Verfahren, eine Beschleunigung der Genehmigungsprozesse sowie ein stärkeres Vertrauen in die heimio BÜROKRATISCHE HÜRDEN, wechselnde Regeln und blockierte Genehmigungen bremsen Milliardeninvestitionen und gefährden den Ausbau der Energiewende
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