CRONNECT MAGAZ IN · 3/2025 5 Beitrag die aktuelle Lage Kroatiens beleuchten: Wo stehen wir heute, welche Projekte stecken fest, welche Chancen bieten sich – und warum Atomkraftwerke keine Lösung für die Zukunft sind. Kroatien hat in den letzten zwei Jahrzehnten beachtliche Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien erzielt. Heute sind bereits 1.141 MW Windkraft und rund 1.000 MW Solarkapazitäten am Netz. Vor allem die Photovoltaik hat in jüngster Zeit kräftig zugelegt: Im zweiten Quartal 2024 stieg die Produktion aus Solaranlagen um 71 Prozent, wodurch erneuerbare Energien (Solar, Wind, Biomasse und Biogas) erstmals einen Anteil von 29,7 Prozent an der gesamten verfügbaren Energie erreichten (Quelle: HGK, Position Paper 2024, PDF). Doch trotz dieser positiven Dynamik steckt ein großer Teil des Potenzials fest. Derzeit befinden sich 45 neue Projekte mit einer Gesamtkapazität von 2.468 MW in Vorbereitung. Laut dem Verband der Investoren in erneuerbare Energien (OIEH) könnte das kroatische IIm Vorfeld des Green Energy Opportunities Forum 2025, das am 28. Oktober 2025 im Haus der Wirtschaft in Frankfurt am Main stattfinden wird, befassen wir uns mit den Chancen und Hindernissen der kroatischen Energiewende. Als eine der Mitorganisatorinnen und Konzeptgeberinnen dieses Forums möchte ich in diesem Netz diese Kapazitäten ohne große Zusatzinvestitionen aufnehmen. Lediglich kleinere Herausforderungen bei der Systembalance seien zu erwarten, betont OIEH-Direktor Matić – eine Einschätzung, die der Kroatische Übertragungsnetzbetreiber (HOPS) allerdings nur teilweise teilt (Quelle: Lider Magazin). Die Realität ist jedoch: Investitionen im Wert von rund 2,5 Milliarden Euro liegen auf Eis. Grund ist die Untätigkeit der Kroatischen Energie-Regulierungsagentur (HERA), die seit über zwei Jahren keine verbindliche Anschlussgebühr für neue Projekte festgelegt hat. Ohne diese zentrale Entscheidung können weder technische Studien (EOTRP) abgeschlossen noch verbindliche Netzanschlüsse erteilt werden – ein faktischer Stillstand für hunderte Wind-, Solar- und Geothermieprojekte (Quelle: Energetika-net). Atomkraft als teurer Irrweg Statt entschlossen auf grüne Energie zu setzen, wird in der öffentlichen Debatte zunehmend auch der Bau eines Atomkraftwerks als Lösung o DIE ZUKUNFT LIEGT in erneuerbaren Chancen – nicht in teuren Irrwegen
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