Cronnect 03/2025

28 CRONNECT MAGAZ IN 3/2025 RAPIDUS MONT d.o.o. Niederlassung Deutschland Weberstrasse 60 60318 Frankfurt am Main Tel.: +49 (0)69 976 989 44 info@rapidus-mont.com WIR SUCHEN MITARBEITER - AUFZUGSMONTEUERE DIE ENTSENDUNG VON ARBEITNEHMERN aus Kroatien nach Deutschland erfordert strikte Einhaltung gesetzlicher Vorschriften + Beitragspflicht zur SOKA-Bau – der Sozialkasse der Bauwirtschaft. Diese Pflicht gilt unabhängig davon, ob das Unternehmen in Kroatien bereits vergleichbare Beiträge zahlt. Die SOKA-Bau erhebt Beiträge zur Finanzierung von Urlaubsansprüchen, Ausbildungsförderung und Zusatzversorgung. Für kroatische Unternehmen bedeutet das: Sie müssen ihre Mitarbeiter bei der SOKA-Bau anmelden, monatlich Beiträge abführen und sich an das deutsche Urlaubsverfahren halten. Eine Befreiung ist nur möglich, wenn ein gleichwertiges System im Heimatland nachgewiesen wird – was in der Praxis selten gelingt. Fallbeispiel 1: Bauunternehmen aus Rijeka Ein kroatisches Bauunternehmen erhält einen Auftrag für die Sanierung eines Wohnblocks in Leipzig. Die Arbeiten dauern vier Monate, das Team besteht aus acht kroatischen Facharbeitern. Das Unternehmen beantragt A1-Bescheinigungen, zahlt den deutschen Mindestlohn – übersieht jedoch die Pflicht zur Anmeldung bei der SOKA-Bau. Nach einer Kontrolle durch den Zoll wird ein Beitragsbescheid über mehrere tausend Euro erlassen. Zusätzlich droht ein Bußgeld wegen fehlender Meldung. Fallbeispiel 2: IT-Dienstleister aus Zagreb Ein kroatischer IT-Dienstleister entsendet zwei Entwickler für ein dreimonatiges Projekt nach Frankfurt. Die A1-Bescheinigungen werden korrekt beantragt, der Mindestlohn wird eingehalten. Doch die Arbeitsverträge enthalten keine Regelung zur Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Einer der Entwickler erkrankt – und das Unternehmen muss rückwirkend nachzahlen. Die deutsche Krankenkasse meldet den Fall an die Finanzkontrolle Schwarzarbeit.

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