CRONNECT MAGAZ IN · 1 /2025 7 etc. 4. Signal-to-Noise-Ratio und Projekterfolg Empirische Untersuchungen zeigen, dass ziemlich gute Projekterfolge bei einer Signal-toNoise-Ratio von etwa 70-80 % homogene (überlappende) und 20-30 % heterogene (einzigartige) Fitnessfaktoren liegt. Die homogenen Faktoren sorgen für gemeinsame Basisprozesse und Verlässlichkeit, während die heterogenen Faktoren Innovationsimpulse setzen und Differenzierung ermöglichen. Eine solche Mischung ermöglicht stabile Abläufe und gleichzeitig kreativen Fortschritt. 5. Europäische Rahmenbedingungen für Cross-X Projekte Europa bietet mit seiner Vielzahl von Nationen, kulturellen Traditionen, Technologieschwerpunkte einerseits und andererseits eine relativ einheitliche politische Rahmenstruktur, regulatorische Harmonisierungen, Wirtschaftsregeln und Rechtsauffassungen, sehr gute Voraussetzungen für das Erzielen einer guten Signal-toNoise-Ratio im Cross-X Thinking und Collaborative Growing. Vergessen sollte man allerdings nicht, dass Heterogenität in Größenordnungen von 2030% - auch wenn diese mittelfristig erfolgsförderlich ist – in der alltäglichen Projektarbeit durchaus schwer zu managen sein kann. 6. Ko-evolutionäre Zusammenarbeit statt reiner Kooperation Während konventionelle Kooperation vornehmlich auf koordinierte Einzelleistungen setzt, zeichnet sich die ko-evolutionäre Zusammenarbeit dadurch aus, dass Entwicklungen in einer Partnergruppe jeweils obligatorische Rückwirkungen auf die andere Gruppe haben. Dieses dynamische Wechselspiel führt zu einer stärkeren Verzahnung der Prozesse und fördert nachhaltige Synergien und vermeidet Fehlentwicklungen, die häufig erst spät identifiziert. Allerdings erfordert es: • Strikte kollaborative Organisationsformen • Kulturelle Anpassungsbereitschaft • Agile Abstimmungsprozesse 7. Ausblick und Handlungsempfehlungen Um Collaborative Growing in Europa weiter zu stärken, empfiehlt es sich: • Gezielte Auswahl heterogener Partner: Auswahlkriterien definieren, die sowohl Kernkompetenzen als auch neuartige Perspektiven abdecken. • Strukturelle Unterstützung ausbauen: Nationale Wirtschaftsförderungen sollten Austauschprogramme und Plattformen fördern, die Cross-X Thinking erleichtern. • Fokus auf kulturelle Agilität: Trainings und Workshops zu interkultureller Kommunikation und Change Management durchführen. • Monitoring und Evaluation: Systematische Erhebung von Fitnessfaktoren und Performance-Kennzahlen zur Feinjustierung der SignalNoise-Ratio. 8. Schlussfolgerung Collaborative Growing durch Cross-X Thinking bietet ein wirkungsvolles Konzept, um Innovationsprojekte in Europa zu beschleunigen und nachhaltige Wettbewerbsvorteile zu schaffen. Die gezielte Balance aus homogenen Strukturen und heterogenen Impulsen in einem ko-evolutionären Setting ermöglicht eine optimale Verbindung von Verlässlichkeit und Kreativität. Damit leistet grenzüberschreitende Zusammenarbeit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des europäischen Innovationsraums und zum gemeinsamen wirtschaftlichen Erfolg. CoDiVe und die KWVD haben sich darauf verständigt CrossX Thinking systematisch zu fördern und die Potentiale Collaborative Growing gemeinsam zu nutzen. o M.F. Certus d.o.o. Brace Domany 4, 10000 Zagreb, Kroatien E-Mail: certus@certus.hr Tel.: +385 (1) 3032 100
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