36 CRONNECT MAGAZ IN 1 /2025 sowie mit den praktischen Aufgaben, darunter das Zentrifugieren von Proben (Blut, Urin, Liquor) und die Analyse von Serumwerten. Dabei stellten sie fest, dass sich manche Abläufe von denen in Kroatien unterscheiden – beispielsweise sind in Deutschland medizinische Biochemie und Hämatologie separate Abteilungen und nur Ärzte dürfen Blut abnehmen. • Der Hygienetechniker lernte alle Krankenhausabteilungen kennen und ermittelte gemeinsam mit seinem Mentor auf Grundlage von Pat ientendokumentat ionen mögliche nosokomiale Infektionen. Dabei recherchierte er potenzielle Erregerquellen und dokumentierte die Untersuchungsprotokolle. • Zwei zahnmedizinische Assistentinnen waren in Zahnarztpraxen eingesetzt und assistierten bei Behandlungen. Vier Zahntechnikerinnen arbeiteten im Dentallabor Lexmann, wo sie erstmals mit dem digitalen System 3Shapeund der CAD/CAMTechnologie zur Modellvermessung arbeiteten. Der tägliche Weg nach Mühlheim, der rund eine Stunde dauerte, wurde dafür gern in Kauf genommen. • Drei physiotherapeutische Assistenten waren sehr zufrieden mit ihrem Einsatz und den vielfältigen manuellen Therapietechniken, die sie kennenlernen und anwenden durften – darunter passive und aktiv unterstützte Übungen, Palpation, Mobilisation, Diagnostik, Justierung, Chiropraktik, Osteopathie, Dehnung, Traktion, manuelle Lymphdrainage sowie klassische und Friktionsmassagen. Das breite Methodenspektrum in Deutschland war für sie besonders bereichernd. • Fünf pharmazeutisch-technische Assistentinnen arbeiteten jeweils in einer Apotheke. Ihre Aufgaben umfassten u. a. das Herstellen von Salben und Cremes, das Annehmen und Einbuchen von Lieferungen, Verfallskontrollen sowie das Sortieren von Medikamenten in Schubladen und Systeme. Besonders beeindruckt waren sie vom Topitec-Mischgerät und dem Einsatz von Apothekenrobotern. Die Auszubildenden zeigten sich begeistert von den neuen Arbeitsmethoden, der Unterstützung durch Kolleginnen vor Ort und dem insgesamt unvergesslichen Erlebnis. In ihren Praktikumsbetrieben nutzten sie fachsprachliche Begriffe auf Deutsch und verbesserten so ihre Fremdsprachenkenntnisse – vor allem in Deutsch, aber auch in Englisch, das sie bei Bedarf einsetzten. Sprachliche, kulturelle und finanzielle Bildung Darüber hinaus förderte der Aufenthalt die interkulturelle Kompetenz der Jugendlichen, da sie in einem multikulturellen Umfeld lebten, das sich stark von ihrer Heimat unterscheidet. KROATISCHE AUSZUBILDENDE sammelten in Frankfurt praktische Erfahrungen. 4
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